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Gay Affirmative Psychotherapy

Unter Gay Affirmative Psychotherapy werden Psychotherapien verstanden, die die homosexuelle Orientierung und Entwicklung ihrer Klienten und Klientinnen fördern und unterstützen.

Grundsätze

Aufgrund der "heterosexuellen Vorannahme", die die Einschätzung anderer Menschen in unserer Gesellschaft begleitet, sind Schwule, Lesben und Bisexuelle bereits in ihrer Kindheit einer speziellen Entwicklungsschwierigkeit ausgesetzt, indem sie in ihrer Sexualität allgemeinen Erwartungen (z.B. von den Eltern) widersprechen.

Kernpunkte der Gay Affirmative Psychotherapy sind daher die Begleitung des Klienten/der Klientin beim inneren und äußeren Coming-out sowie die Thematisierung von Diskriminierungserfahrungen und der Entwertung der Homosexualität durch die Umwelt oder auch durch die zu behandelnde Person selbst (sog. internalisierte Homophobie).

Homo- und Heterosexualität werden als gleichwertig und auch gleichursprünglich verstanden. Homosexualität ist keine "Verkehrung", der Heterosexualität, sondern in ihrer Genese ebenso eigenständig strukturiert und rekonstruierbar.

Ein weiterer Punkt der therapeutischen Begleitung ist die etwaige Einbeziehung von Angehörigen in den Coming-out-Prozess.

Historisches

Magnus Hirschfeld war der erste, der mit seiner "Adaptionstherapie" einen affirmativen Ansatz bezüglich homosexueller Patientinnen und Patienten vertrat. Sie bestand darin, die betreffenden Personen zu ermutigen, ihre Homosexualität als naturgegebenen Zustand zu akzeptieren.

Der Psychoanalytiker Charles Socarides vertrat einen Standpunkt, der die Homosexualität pathologisierte, obwohl Sigmund Freud diesbezüglich eine affirmative Position eingenommen hatte. In den letzten Jahrzehnten thematisierten psychoanalytisch orientierte Forscher und Therapeuten (etwa Fritz Morgenthaler, Richard Isay) Homosexualität verstärkt im positiven Sinne.
Einer der im deutschen Sprachraum gegenwärtig wichtigsten Vertreter der Gay Affirmative Psychotherapy ist der Schweizer Psychoanalytiker und Professor für klinische Psychologie (Basel) Udo Rauchfleisch


Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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